Altbau-Wand-Sanierung …

Bei einem meiner Kunden, im Keller eine gewisse Räumlichkeit, die oft und gerne genutzt wird und wurde.

Leider wie so üblich grad bei diesen immens alten Gebäuden mit diesen immens dicken Wänden, ergeben sich auf Langzeit hinaus betrachtet diverse Komplikationen, wie zB Feuchtigkeitseinschluss in den Wänden, die dann dazu führt, das irgendwann Farbschichten wie auch Putz sich ablöst und alles runterbröckelt.

In diesem expliziten Fall, wars nicht wirklich ersichtlich da davor ein Schrank stand und so das eigentliche Übel komplett verdeckt hatte, und nur an einer kleinen Ecke ersichtlich war, wie übel es doch tatsächlich ist.

So richtig gesehen hat mans aber erst nachdem man den Schrank entfernt hatte.

Da kam dann ich ins Spiel, hab mir das Ganze angesehen, und machte mich ans Werk.

Anbei natürlich wieder paar Pics dazu wie auch jeweilige Erläuterungen.

Ich muss aber eines noch betonen.

Man kann bei derlei Arbeiten keine Garantien abgeben so lange nicht geklärt ist woher die Feuchtigkeit stammt, und das es jederzeit wieder passieren kann das so ein Gemäuer wieder Feuchtigkeit anzieht und es wieder zur selben misslichen Sachlage führen kann.

Anfangs sah das Ganze noch so aus, man kanns vielleicht erkennen, das Auge sieht ja alles aber Digital Kameras ja leider nicht.

 

 

 

Nachdem das lose Material entfernt wurde, war erst der wirkliche Schaden ersichtlich, selbst die Fliesen die an die Wand geklebt waren, da in Bodennähe fielen quasi nachdem ich sie etwas bearbeitet hatte von selbst von den Wänden, alles dahinter, inklusive Fliesenkleber hatte sich in eine Kreidige Masse verwandelt die leicht entfernt werden konnte.

Nach dem entfernen des losen Materials wurden die zu behandelnden Flächen mit einem Tiefengrund eingestrichen, um dafür Sorge zu tragen, das der Untergrund der noch vorhanden war, gefestigt wird.

Danach wurde gespachtelt, und zwar 2 mal, bis die Oberfläche wieder so glatt aussah wie davor, Spachtelmasse Pufamur Haft-Spachtel, lässt sich super verarbeiten und die AbbindeZeit verläuft in einem optimalen Rahmen.

Eigentlich hätten die gespachtelten Teilabschnitte, nach der Trocknungszeit geschliffen gehört, aber leider aufgrund der speziellen Umstände konnte man dies nicht tun, ergo musste man im Vorfeld schon dementsprechend sauber arbeiten um dann quasi nach der Trocknungszeit nur noch die Gräten mit der Spachtel entfernen.

Danach wurden nicht nur die gespachtelten Flächen, sondern gleich die ganze Wand, mit einem Glasfasergewebe-Kleber eingestrichen, um dann in diesen Kleber dieses Glasgewebe einzubetten.

Glasfasergewebe aus 2 Gründen, normales Armierungsgewebe wäre zu grob gewesen, und hätte dann wieder überspachtelt gehört, am schleifen der Flächen zum Schluss kommt man dann einfach nicht mehr herum, ausser man würde dann noch einen Reibeputz auftragen.

Zweiter Grund, das Gewebe ist sehr dünn und liegt ganzflächig optimal an, und hat die positive Eigenschaft kleinere Unebenheiten zu beseitigen, und ist im getrockneten Zustand sofort überstreichbar.

In der Verarbeitung etwas kompliziert, optimal zu zweit, alleine gehts aber auch, kleiner Tipp, wenn man dieses Gewebe aufträgt immer mit Handschuhen arbeiten und vielleicht noch mit einem langärmeligen Shirt oder Pullover.

Die Fasern wenn mal mit der Haut in Berührung gekommen sind, haben in etwa dieselbe lästig juckend pieksende Eigenschaft wie wenn man sich mit Brennenesseln behandeln hätte lassen *zwinker*

So sieht die Wand aus, nachdem das Gewebe appliziert wurde.

 

Bezugsquelle der zu verbrauchenden Materialien ist hier in München der GNATZ, bei dem ich gerne mein Zeugs einkaufe, da dort nicht nur die Beratung sondern auch die Materialien erstklassig sind.

Nachdem das Gewebe durchgetrocknet ist, gings ans streichen.

Die Decke wieder in weiss, hatte es auch bitterlich nötig, das was man hier sieht ist das „Einschichtweiss“ von GNATZ, das nicht umsonst so heisst, die Deckkraft ist einfach enorm und man spart sich damit mindestens einen weiteren Arbeitsdurchgang.

Billig Farben von Bauhäusern werden nicht genommen, da diese echt nur Schrott verkaufen…meiner persönlichen Erfahrung nach.

 

Bei getrockneten Wasserflecken aufgrund eines Wasserschadens, kann ich nur den Isolierlack in der Sprühdose empfehlen, der deckt einen jeden Flecken ab, stinkt aber wie die Pest, und nebelt ohne Ende, ist aber ratz fatz trocken also bitte vorsichtig damit umgehen.

Die Wände selbst wurden dann in einem helleren Grau gestrichen, auch da ein kleiner Tipp von mir, bei einem Untergrund wie mit dem Glasfasergewebe die zu berechnende Farbe in Menge grosszügiger berechnen, da der Untergrund logischerweise ohne Ende saugt und man unter 2 mal streichen nicht weg kommt, da sonst der Untergrund fleckig aussieht.

 

 

Kommentare
  1. Michael Kett sagt:

    Sehr gut gemacht… ein Lob vom Fachmann!

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